Munich Ravens verpassen EFA-Titel: Nordic Storm gewinnt erstes Championship Game
Nordic Storm erwischt den besseren Start
Im Tivoli-Stadion in Innsbruck kam es zum dritten Duell zwischen den beiden stärksten Teams der Saison. Sowohl die Munich Ravens als auch Nordic Storm hatten sich im bisherigen Verlauf jeweils nur einmal geschlagen geben müssen – ausgerechnet gegeneinander.
Den besseren Start ins Finale erwischten die Dänen. Bereits nach knapp vier Minuten fand Quarterback Jadrian Clark seinen Receiver Simon Føns mit einem 51-Yard-Pass zum ersten Touchdown des Spiels.
Die Ravens antworteten zunächst mit einem starken Play von Malik Stanley. Sein Catch in der Endzone wurde jedoch nicht als Touchdown gewertet, nachdem er während des Sprungs von Luke Glenna aus dem Spielfeld gedrängt worden war.
Kurz darauf sorgte Justus Seelig mit einem Lauf in die Endzone für die ersten Münchner Punkte. Nach dem verpassten Extrapunkt stand es 6:7.
Munich Ravens geraten vor der Pause deutlich in Rückstand
Nordic Storm blieb offensiv konsequent und baute die Führung weiter aus. Føns erzielte seinen zweiten Touchdown des Abends, ehe Clark auch Edvin Almeida und Brendan Beaulieu in der Endzone fand.
Die Münchner Defensive bekam den gegnerischen Quarterback in dieser Phase nur selten entscheidend unter Druck. Clark nutzte die Zeit und fand wiederholt seine Anspielstationen.
Zur Halbzeit lagen die Munich Ravens mit 6:28 zurück.
Besonders bitter: Gleich zwei mögliche Ravens-Touchdowns wurden in der ersten Hälfte zurückgenommen. Zunächst verhinderte eine „Illegal Formation“ weitere Punkte. Wenig später nahm Wael Nasri einen nach vorne geworfenen Ball von Clark auf und trug ihn bis in die Endzone. Nach Überprüfung der Szene entschieden die Referees allerdings auf unvollständigen Pass.
Ravens starten mit Hoffnung in die zweite Hälfte
Nach der Pause zeigte München sofort, dass das Finale noch nicht aufgegeben war.
Quarterback Chad Jeffries Tabor vollendete einen kurzen Lauf über einen Yard zum zweiten Touchdown der Ravens. Auch die anschließende Two-Point-Conversion war erfolgreich, wodurch München auf 14:28 verkürzte.
Der erhoffte Wendepunkt blieb jedoch aus. Nordic Storm antwortete erneut und setzte sich im vierten Viertel weiter ab.
Glen Tonga erzielte zwei weitere Touchdowns und stellte zwischenzeitlich auf 42:14 für das Team aus Dänemark.
München kämpft sich noch einmal zurück
Trotz des deutlichen Rückstands gaben sich die Ravens nicht geschlagen. Louis Geyer, Malik Stanley und Justus Seelig sorgten in der Schlussphase für weitere Punkte und verkürzten den Rückstand auf 28:42.
Für eine echte Aufholjagd reichte es am Ende allerdings nicht mehr. Das letzte Wort gehörte erneut Nordic Storm. Jadrian Clark lief über 26 Yards selbst in die Endzone und sorgte damit für den 48:28-Endstand.
Erster EFA-Titel geht an Nordic Storm
Mit dem Sieg im Championship Game sicherte sich Nordic Storm den ersten Meistertitel in der Geschichte der European Football Alliance (EFA).
Für die Munich Ravens endet die Saison dagegen mit der Vizemeisterschaft. Der verpasste Titel dürfte angesichts des erfolgreichen Saisonverlaufs schmerzen, gleichzeitig unterstreicht der Einzug ins Championship Game die Entwicklung des Münchner Teams.
Head Coach Kendral Ellison brachte die Haltung seiner Mannschaft nach dem Finale auf den Punkt:
„Make it a lesson, not a loss.“
Die Niederlage soll damit nicht als Endpunkt verstanden werden, sondern als Erfahrung, auf der die Ravens in der kommenden Saison aufbauen wollen.
Munich Ravens etablieren sich weiter in der europäischen Football-Spitze
Auch ohne Titel war die erste EFA-Saison für die Munich Ravens ein weiterer wichtiger Schritt. Das Team aus München spielte über weite Strecken der Saison auf höchstem europäischen Niveau und erreichte direkt das erste Championship Game der neu gegründeten Liga.
Damit setzen die Ravens ihre Entwicklung als feste Größe im europäischen American Football fort. In einer Stadt, in der der Sport durch die NFL, internationale Games und eine wachsende Football-Community immer sichtbarer wird, gehören die Ravens längst zu den wichtigsten sportlichen Aushängeschildern.
Nach der Vizemeisterschaft richtet sich der Blick deshalb bereits nach vorne: In der nächsten Saison wollen die Munich Ravens erneut angreifen und aus der Finalniederlage den nächsten Schritt Richtung EFA-Titel machen.