American Football

Amon-Ra St. Brown vor dem NFL Munich Game 2026: Lions-Star liefert erneut auf Topniveau

Amon-Ra St. Brown wird bei einem NFL Spiel von zwei Gegnern getackelt
Amon-Ra St. Brown kommt mit starken Zahlen nach München. Der deutsch-amerikanische Wide Receiver der Detroit Lions gehört auch in der NFL-Saison 2026 zu den wichtigsten Passempfängern der Liga und führt sein Team in Receptions und Receiving Yards an. Gleichzeitig haben die Lions nach einem wechselhaften Saisonstart eine Siegesserie gestartet. Kurz vor dem NFL Munich Game 2026 gegen die New England Patriots steigt damit auch sportlich die Spannung.

Amon-Ra startet mit vier Touchdowns in zwei Spielen

Viel besser hätte die Saison für Amon-Ra St. Brown persönlich kaum beginnen können. Beim 31:30-Auftaktsieg gegen die New Orleans Saints fing der Wide Receiver zehn Pässe für 67 Yards und zwei Touchdowns. Nur vier Tage später legte er beim Auswärtsspiel gegen die Buffalo Bills nach: neun Receptions, 142 Yards und erneut zwei Touchdowns.

Damit gelang ihm ein außergewöhnlicher Start. Gemeinsam mit Andre Rison ist St. Brown einer von nur zwei Spielern der NFL-Geschichte, die in den ersten beiden Saisonspielen jeweils mindestens neun Pässe und zwei Receiving Touchdowns verbuchen konnten. Nach zwei Wochen standen damit bereits 19 Receptions, 209 Receiving Yards und vier Touchdowns auf seinem Konto.

53 Receptions und 571 Yards nach sieben Spielen

Auch wenn die Touchdown-Ausbeute danach zunächst abnahm, blieb St. Brown eine Konstante in der Lions-Offense. Nach sieben absolvierten Spielen steht der 27-Jährige bei 53 Receptions für 571 Yards und fünf Touchdowns. Hinzu kommen 76 Targets und durchschnittlich 10,8 Yards pro Catch. Damit führt er Detroit sowohl bei den gefangenen Pässen als auch bei den Receiving Yards an.

Ligaweit gehört St. Brown damit weiterhin zur Spitzengruppe: Mit 53 Receptions liegt er aktuell unter den fünf produktivsten Passempfängern der NFL. Hochgerechnet auf eine komplette 17-Spiele-Saison würde sein aktuelles Tempo für rund 129 Receptions, knapp 1.400 Receiving Yards und zwölf Touchdowns reichen.

Gegen Green Bay zeigt St. Brown seine ganze Klasse

Sein bislang statistisch stärkstes Spiel der Saison zeigte St. Brown Ende Oktober gegen einen direkten Divisionsrivalen. Beim 20:17-Erfolg gegen die Green Bay Packers fing er neun Pässe für 153 Yards. Seine längste Reception ging über 40 Yards.

Es war gleichzeitig eine passende Antwort auf seine eigenen hohen Ansprüche. Nach dem vorherigen Sieg gegen Arizona hatte St. Brown trotz sechs Receptions für 69 Yards öffentlich deutlich gemacht, mit seiner eigenen Leistung nicht zufrieden zu sein. Genau diese Selbstkritik gehört seit Jahren zu seinem Spiel. Eine Woche später folgte gegen Green Bay das erste 100-Yard-Spiel seiner Saison.

St. Brown kann sich auf seinen Quarterback Jared Goff verlassen

Lions drehen Saison nach 2:2-Start

Auch für Detroit verliefen die ersten Wochen nicht ohne Probleme. Nach Siegen gegen New Orleans und die New York Jets sowie Niederlagen gegen Buffalo und Carolina standen die Lions zunächst bei 2:2. Seitdem hat sich das Bild verändert.

Detroit gewann zunächst deutlich mit 45:21 bei den Arizona Cardinals, schlug anschließend Green Bay mit 20:17 und setzte sich zuletzt auch gegen die zuvor ungeschlagenen Minnesota Vikings mit 19:15 durch. Damit stehen die Lions vor Week 9 bei 5:2 und sind mitten im engen Rennen der NFC North um die Playoff-Plätze.

Detroits Defense findet rechtzeitig ihre Form

Besonders wichtig für die Lions ist die Entwicklung der Defense. In den ersten vier Saisonspielen kassierte Detroit durchschnittlich 34,3 Punkte. Während der aktuellen Serie von drei Siegen sank dieser Wert auf nur noch 17,6 gegnerische Punkte pro Partie.

Beim Erfolg gegen Minnesota hielt die Lions-Defense den Gegner bei lediglich 15 Punkten und 266 Total Yards. Gerade angesichts der Schwierigkeiten zu Saisonbeginn ist das ein wichtiges Signal für die kommenden Wochen. Die Lions reisen damit als deutlich kompletteres Team in die entscheidende Phase vor dem NFL Munich Game.

Goff, Gibbs und St. Brown bilden das Herz der Lions-Offense

Offensiv verfügt Detroit weiterhin über zahlreiche Waffen. Quarterback Jared Goff steht nach sieben Spielen bei 1.964 Passing Yards, 15 Touchdowns und lediglich einer Interception. Running Back Jahmyr Gibbs hat bereits 773 Rushing Yards und acht Touchdowns erzielt.

Neben St. Brown sorgt auch Jameson Williams mit 437 Receiving Yards und fünf Touchdowns für Explosivität im Passspiel. Für gegnerische Defenses entsteht dadurch ein schwieriger Mix: Gibbs kann Spiele über den Boden kontrollieren, Williams sorgt für Geschwindigkeit in der Tiefe – und St. Brown bleibt die zuverlässige Anspielstation, wenn Detroit wichtige Yards benötigt.

Auch am College für die USC Trojans kann St. Brown überzeugen

600 Catches: St. Brown schreibt weiter NFL-Geschichte

Dass St. Browns Leistungen längst keine Momentaufnahme mehr sind, zeigt ein Blick auf seine Karriere. Nach dem Sieg gegen Minnesota steht der Wide Receiver inzwischen bei genau 600 Receptions, 6.823 Receiving Yards und 49 Touchdowns in seiner NFL-Karriere.

Schon vor den vergangenen beiden Spielen hatte St. Brown einen bemerkenswerten Rekord aufgestellt: Kein Spieler in der NFL-Geschichte hatte innerhalb seiner ersten sechs Saisons mehr Receptions gesammelt. Seit 2022 hat er zudem in jeder Saison die Marke von 1.000 Receiving Yards übertroffen. 2023 sammelte er 1.515 Yards, 2024 folgten 1.263 und im vergangenen Jahr weitere 1.401 Yards.

Deutschland ist für Amon-Ra mehr als nur ein International Game

Genau deshalb ist seine Reise nach München auch weit mehr als der Auftritt eines weiteren NFL-Superstars. St. Browns Mutter Miriam stammt aus Deutschland, er besitzt neben der amerikanischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft und spricht fließend Deutsch.

Schon nach Bekanntgabe des Munich Games machte er deutlich, wie besonders dieses Spiel für ihn ist. Seit seinem Einstieg in die NFL sei es ein persönlicher Traum gewesen, einmal in Deutschland zu spielen. Nun wird dieser Traum Realität.

Erst Miami, dann München

Bevor es nach Deutschland geht, wartet auf Detroit allerdings noch eine Aufgabe in den USA. Am 8. November treten die Lions bei den Miami Dolphins an. Eine Woche später folgt dann das große Highlight: Am 15. November um 15:30 Uhr treffen Detroit und die New England Patriots beim NFL Munich Game 2026 in München aufeinander. Für Detroit ist das Spiel in München dabei offiziell ein Heimspiel. Und für St. Brown könnte es kaum eine passendere Bühne geben.

Das Trikot von Amon Ra St. Brown wird auch beim Munich Game sehr gefragt sein

Amon-Ra St. Brown wird zum Gesicht des NFL Munich Game 2026

Wenn die Lions im November in München einlaufen, werden die Blicke der deutschen Fans deshalb ganz besonders auf die Nummer 14 gerichtet sein. Amon-Ra St. Brown verbindet auf außergewöhnliche Weise NFL-Spitzensport, American Football und Deutschland. Er gehört seit Jahren zur Elite auf seiner Position, spricht die Sprache der Fans und hat seine Verbindung nach Deutschland nie versteckt.

Jetzt kommt er mit einem Lions-Team nach München, das bei 5:2 mitten im Playoff-Rennen steckt – und mit persönlichen Zahlen, die erneut nach einer Saison auf Pro-Bowl-Niveau aussehen. Für die Fans beim NFL Munich Game 2026 wird St. Brown deshalb nicht einfach nur einer der Stars auf dem Feld sein. Für viele wird er der Spieler sein, auf den sie am 15. November ganz besonders gewartet haben.