Super Bowl LX: Seattle triumphiert – und München feiert mit
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Wikimedia Commons Lizenz, Austin Kirk, 2013
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Seattle tonangebend. Während die Patriots mühsam nach Lösungen suchten, legte die Offense der Seahawks punktuell genau dann nach, wenn es nötig war. Quarterback Sam Darnold zeigte Ruhe, verteilte den Ball klug und fand im Laufspiel die nötige Entlastung. In den entscheidenden Momenten zog Seattle das Tempo an – wie im dominanten Schlussviertel, in dem die Hawks endgültig davonzogen und die Lombardi Trophy zum zweiten Mal in ihre Franchise‑Vitrine wanderten.
Beide Teams hatten vor der Saison kaum jemand im Super Bowl erwartet. Doch Seattle bestätigte seine Rolle als Favorit aus den vorherigen Playoff‑Runden: eine dominante Defense, effiziente Offense und ein Coaching‑Staff, der das Momentum nie aus der Hand gab. New England dagegen verpasste den Griff nach dem alleinigen Rekordtitel – die Offense fand erst spät Rhythmus, als das Spiel schon gelaufen war.
Football-Boom in Deutschland: Rekordzahlen bei RTL
Parallel zum Spektakel auf dem Feld zeigte sich erneut, wie stark American Football in Deutschland angekommen ist. Die TV‑Übertragung auf RTL knackte historische Bestmarken: phasenweise über 60 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14‑ bis 49‑Jährigen und ein neuer Allzeit‑Rekord von 85 Prozent bei Männern zwischen 14 und 29 Jahren. In der Spitze sahen bis zu 1,87 Millionen Zuschauer live zu – Werte, die den anhaltenden Boom eindrucksvoll belegen.
München: Die Stadt, die Football lebt
Auch weit entfernt vom Stadion, aber mitten im Münchner Fan‑Getümmel, zeigte sich, wie sehr die Stadt den Sport inzwischen verinnerlicht hat. Überall in München wurde die Super‑Bowl‑Nacht gefeiert – von der offiziellen Chiefs‑Watchparty in der ASTOR Film Lounge bis zur großen Eventfabrik‑Sause, wo Fans gemeinsam bis tief in die Nacht mitfieberten.
Dass München inzwischen wie selbstverständlich zu Deutschlands Football‑Hotspots zählt, zeigte in den vergangenen Jahren vor allem die NFL selbst: Bei den Munich Games 2024 verwandelte sich die ganze Stadt in eine Football‑Metropole – voll mit Fan‑Festivals, Cheerleader‑Shows, Meet & Greets und Watchpartys in Kult‑Locations. Dieses Gefühl setzte sich auch in der Super‑Bowl‑Nacht 2026 fort.